28. November 2019
Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert SFB 1192 mit weiteren elf Millionen Euro
Großer Erfolg für Nierenforscher im UKE: Sonderforschungsbereich wird fortgesetzt
Der Sonderforschungsbereich (SFB) 1192 „Immune-Mediated Glomerular Diseases“ des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) wird weitere vier Jahre gefördert. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat hierfür jetzt elf Millionen Euro bewilligt. Ziel des SFBs ist es, mehr über Entstehen und Fortschreiten entzündlicher Nierenerkrankungen zu erfahren sowie die Entwicklung neuer Therapien auf den Weg zu bringen.
Der Sonderforschungsbereich 1192 steht unter Federführung der UKE-Wissenschaftler Prof. Dr. Ulf Panzer und Prof. Dr. Tobias B. Huber aus der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik des UKE. Gemeinsam mit etwa 25 Ärzten und Grundlagenforschern aus dem UKE arbeiten sie in dem SFB daran, die Mechanismen von entzündlichen Nierenerkrankungen durch Anwendung und Etablierung modernster Techniken besser zu verstehen. Im Fokus ihrer Anstrengungen steht, neue Behandlungskonzepte für autoimmune Nierenerkrankungen zu entwickeln, um langfristig das Auftreten einer dialysepflichtigen Niereninsuffizienz effektiver verhindern zu können.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat den Sonderforschungsbereich im November 2015 bewilligt und zunächst mit 9,6 Millionen Euro gefördert. Jetzt konnten die Forscherinnen und Forscher für die zweite Förderphase, die am 1. Januar 2020 beginnt, weitere elf Millionen Euro einwerben. Aus dem UKE sind neben der III. Medizinischen Klinik noch die I. Medizinische Klinik sowie die Institute für Immunologie, Experimentelle Immunologie und Hepatologie, Pathologie, Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin sowie Zelluläre und Integrative Physiologie beteiligt. Weitere Projektpartner sind die Universitätskliniken Bonn und Jena.
„Die Bewilligung der zweiten Förderphase dokumentiert, dass das UKE im Bereich der immunologisch vermittelten Nierenerkrankungen zu den führenden Standorten in Europa zählt. Die Entwicklung neuer Therapien ist für die große Zahl an betroffenen Patientinnen und Patienten von herausragender Bedeutung. Wir wollen diese Entwicklung weiterhin maßgeblich mitgestalten“, sagt Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus, Dekan der Medizinischen Fakultät und UKE-Vorstandsmitglied.
„Wir haben in den ersten vier Jahren des Sonderforschungsbereichs eine dynamische Forschungsphase in Gang gesetzt, die es uns jetzt erstmalig ermöglicht, vielversprechende Erkenntnisse aus der Immunologie und der Entzündungsmedizin in klinische Anwendungen bei unseren Patientinnen und Patienten umzusetzen“, sagt Prof. Dr. Ulf Panzer, Leiter der Sektion Translationale Immunologie in der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik.

 

„Wir verstehen die molekularen und immunologischen Prozesse bei autoimmunen Nierenerkrankungen heute besser als noch vor einigen Jahren. In absehbarer Zeit können wir individuell zugeschnittene Behandlungen anbieten, die effektiver sind und weniger Nebenwirkungen aufweisen als bisher zur Verfügung stehende Therapien“, sagt Prof. Dr. Tobias B. Huber, Direktor der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik. Prof. Huber gilt als einer der international führenden Experten für Nierenerkrankungen. Er leitet die III. Medizinische Klinik seit 2017 und hat die gemeinsame Sprecherfunktion des SFB mit Prof. Dr. Ulf Panzer von seinen Vorgänger, Prof. Dr. Rolf A. K. Stahl (emeritiert), übernommen. 

 

 


 

11. Dezember 2018

 

Unicyte kooperiert mit Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf bei der Erforschung von Nierenerkrankungen

 

Unicyte, ein Tochterunternehmen von Fresenius Medical Care, hat eine langfristige Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Tobias B. Huber vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) vereinbart. Ziel ist die Erforschung der molekularen und zellulären Mechanismen von Nierenerkrankungen.

Prof. Huber, Direktor der III. Medizinischen Klinik des UKE, ist ein führender Experte für glomeruläre Erkrankungen (Erkrankungen, die die Nierenkörperchen betreffen). Er wird das Forschungsprogramm leiten, das auf verschiedene Formen von Nierenerkrankungen einschließlich der diabetischen Nephropathie abzielt. Ziel der Zusammenarbeit ist es, weitere Erkenntnisse über den Prozess zu gewinnen, der zu einem allmählichen Rückgang der Nierenfunktion führt. Außerdem sollen die genetischen, signalisierenden und löslichen Faktoren identifiziert werden, die an den zugrunde liegenden Mechanismen beteiligt sind.  

Die Unicyte AG, ein führendes Unternehmen der regenerativen Medizin mit translationalen Programmen (Übertragung der Ergebnisse der Grundlagenforschung in klinische Anwendungen) im Bereich Nierenerkrankungen und anderer Krankheiten, baut auf erfolgreichen Partnerschaften mit anderen akademischen Partnern auf, unter anderem eine 15-jährige Zusammenarbeit mit der Universität Turin in Italien.

 

Prof. Dr. Tobias B. Huber: „Grundlegende wissenschaftliche Fragen zu den Mechanismen von Nierenerkrankungen sind noch nicht beantwortet. Deshalb werden wir das Potenzial neuer Optionen für die Behandlung von Nierenpatienten in der Prädialyse weiter erforschen. Die Zusammenarbeit mit Unicyte als Industriepartner wird bei der Entwicklung einer Therapie von der präklinischen Forschung bis zur klinischen Praxis sehr wertvoll sein. Unser Ziel ist es, innovative neue Behandlungsmöglichkeiten anzubieten, die Belastung durch die Krankheit zu reduzieren und das Leben unserer Patienten deutlich zu verbessern.”

 

Dr. Olaf Schermeier, Vorstand von Fresenius Medical Care für Forschung und Entwicklung: „Unicyte ist darauf ausgerichtet, die Vorteile von Partnerschaften zwischen Wissenschaft und Industrie zu nutzen. Daher bietet die Zusammenarbeit mit Prof. Huber eine einzigartige Möglichkeit, Patienten mit Nierenerkrankungen zu helfen. Gemeinsam wollen wir innovative Behandlungsmöglichkeiten entwickeln, die auf einem ganzheitlichen Verständnis der Nierenfehlfunktion basieren. Ich freue mich sehr über diese Zusammenarbeit mit einem der führenden Krankenhäuser Europas, da sie zu neuen Behandlungsmöglichkeiten führen könnte, die die bisherige Nierentherapie ergänzen.“

 

Die Unicyte AG ist ein Biotechunternehmen im Bereich der regenerativen Medizin mit Fokus auf Nieren- und Lebererkrankungen sowie Onkologie und Diabetes. Unicyte entstand aus einer langfristigen Forschungs-Kooperation zwischen der Universität Turin, Italien und Fresenius Medical Care. Unicyte mit Sitz in Oberdorf NW, Schweiz ist eine unabhängige Tochtergesellschaft von Fresenius Medical Care, dem weltweit führenden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen.

 

Weitere Informationen unter www.unicyte.ch und www.freseniusmedicalcare.com/de.

.